2010
Auszubildender bei Mercedes-Benz Autohaus Graf Schwerpunkt Oldtimer und Fehlerdiagnose
Ich fing 2010 meine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker bei Mercedes-Benz an und lernte hier was es heißt Premium Service zu bieten. Schnell war mir klar, dass ich nichts mehr anderes in meinem Leben machen wollen würde. Ich bin sehr dankbar für die sehr abwechslungsreiche und verständnisvolle Ausbildung meiner Gesellen und Meister. Vom Oldtimer über Neuwagen bis hin zum 40 Tonnen LKW, umfangreicher geht es wohl kaum diesen Beruf zu erlernen. 
2010
2012
2012 stand dann fest das Ich meine Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verkürze, um noch eher als Geselle im Alltag mitzuwirken - Doch dann kam alles anders. Mein Ausbildungsbetrieb Verkaufte an die Daimler und alle auslaufenden Verträge wurden zur Übernahme aufgelöst. Das hieß für mich das ich definitiv nicht übernommen werde und ich mich somit anderweitig umschauen musste. Ich probierte für eine kurze Zeit die Konkurrenz beim Autohaus Feser in Schwabach, doch nur Servicearbeiten waren nicht mein Fall.
2012
2013
2013 dann ein sehr prägender Wechsel zum Autohaus Staudt Mazda Servicepartner in Zirndorf.  Für mich als Kfz Mechatroniker und als Person wohl die vier bedeutendsten Jahre meiner beruflichen Laufbahn. Mein damaliger Chef warf mich von Anfang an ins kalte Wasser somit wuchsen meine Kompetenzen immer mehr. Ich lernte von komplizierter elektrischer Fehler suche bis hin zur vollkommenen Instandsetzung von Motoren und Getrieben alles. Nach zwei Jahre dann auf diesem Level hatte ich mir vorgenommen meinen Kfz Meister bei der Handwerkskammer für Mittelfranken zu machen. Das hieß für mich Arbeitszeitänderung und dreimal wöchentlich nach Nürnberg und dort bis spät abends die Schulbank drücken. 
2013
2015
In diesen zwei Jahren ändert es sich noch mal komplett alle. Ich strebte nach höheren und wollte mich immer mehr in führende und leitende Position einbringen. Doch mein Chef hat das nicht so gesehen und reagierte nicht auf mein Verlangen also Bewarb ich mich bei anderen Firmen unter anderem auch Tesla. Das Bewerbungsverfahren war ein wenig kompliziert denn Tesla suchte Techniker in ganz Europa und somit war der Andrang an Bewerbern sehr hoch sodass ich eigentlich relativ schnell die Hoffnung aufgegeben hatte. Es hat fast ein viertel Jahr gedauert, dann bekam ich eine Mail von einem Recruiter, der mit mir ein erstes Telefongespräch durchführen wollte. Die Sympathie war da und ich hatte mich am Telefon schon mit der Firma Tesla identifizieren können. Somit wurde aus einem Telefongespräch mehrere Telefonate und schließlich auch ein persönliches Gespräch im Nürnberger Tesla Store. Das Bewerbungsgespräch  war durchaus angenehm und relativ einfach  zu bestehen. Es dauerte wieder ein Weilchen und ich bekam die Zusage für die Stelle als Servicetechniker bei Tesla in Nürnberg. Zu dieser Zeit war das Nürnberger Service Center noch gar nicht eröffnet somit war für mich klar, dass ich entweder einen späteren Eintrittszeitpunkt wählen musste oder in ein anderes Service Center zur Einarbeitung geschickt werde. 
2015
2016
Doch dann fing das Kopfkino an, denn ich hatte mich eigentlich in meiner alten Firma sehr wohlgefühlt da man dort wie ein Familienmitglied behandelt wurde und auch relativ viele Freiheiten als Mechaniker hatte und ich nicht wusste, ob es das wert war so etwas für eine große Firma wieder aufzugeben. Nach vielen Gesprächen mit meinen Eltern meinen Brüdern und anderen Vertrauenspersonen entschied ich mich dann doch mit meinem Chef zu reden und ihm das ganze von Tesla zu erzählen und legte ihn sozusagen die Pistole auf die Brust. Entweder ich werde weiter gefördert und man gibt mir die Chance in dieser Firma noch weiter zu wachsen oder ich bin weg. Das klingt dramatischer als es ist denn mein Chef reagiert kaum darauf an und ließ mich sozusagen einfach gehen. Ich fand mich auch relativ schnell mit dieser harten Entscheidung ab und fokussiert mich komplett auf das Thema Kfz Meister und den Neuanfang bei Tesla. Ich kündigte fristgerecht und genoss meine letzten Monate beim Autohaus Staudt. In dieser Zeit folgten Bestätigungsmails und weitere Telefonate mit Tesla wie es für mich am Anfang sein wird, denn es stand fest ich werde definitiv nicht in Nürnberg starten, sondern Stuttgart in angelernt.
2016
2017
Für mich ging es dann auch gleich mit einem neuen Kollegen für Tesla Nürnberg nach Stuttgart zur ersten Einarbeitungswoche. Dort lernten wir gleich unseren Ansprechpartner und vorläufigen Service Center Leiter kennen. Wir wurden am ersten Tag mit Arbeitskleidung ausgestattet und dann ging es direkt an die Fahrzeuge. Nach einer kurzen Einführung in die aktuellen Modelle ging es für mich in die Werkstatt und für meinen Kollegen nach vorne in die Serviceannahme.  Die ersten Stunden waren für mich eine Umgewöhnung, denn ich hab noch nie so viel am Fahrzeug mit einem Computer gearbeitet. Hier muss ich sagen, dass ich sehr gute Kollegen hatte die mir auch dieses Arbeiten relativ schnell und einfach erklärt haben. Die ersten Tage verstrichen schnell und dann bekam ich Bescheid, dass die zweite Woche Service Center Frankfurt sein wird. Hier konnte ich extrem viel von einem der ersten Techniker bei Tesla lernen. Somit war die Einarbeitungszeit in anderen Service Center vorbei und ich fuhr mit meinem Kollegen zurück nach Nürnberg. In Nürnberg erwartete uns dann ein noch nicht fertige Service Center das derzeit nur von einem Lagermitarbeiter, einem Serviceberater und mir als Techniker besetzt war. Sämtliche Werkzeuge mussten erst noch ausgepackt und in schränke verräumt werden. Diese Gelegenheit nutzte ich gleich und schaute mir im System die Arbeiten an, bei denen diese Werkzeuge verwendet werden müssen. Es vergingen zwei Monate in welchen mir ein technischer Ingenieur aus München Systeme und Diagnoseschritte zeigte und ich praktisch vom besten lernte. Dann bekam ich meine ersten drei Techniker Kollegen und der Service stockte auch mit einer weiteren Serviceberaterin auf. Ab diesem Zeitpunkt war Vollgas angesagt. Da wir alle auf uns selbst gestellt waren, hieß es lesen lesen lesen und sich selbst in die Technik zu versetzen was wohl die beste weise war, um derart gut in Sachen Tesla zu werden. Nach einem halben Jahr bei Tesla habe ich dann auch erfolgreich meinen Kfz Meister bestanden. Ab diesem Zeitpunkt verging die Zeit mit viel Freude relativ schnell und mit größerer Erfahrung stieg dann auch die Verantwortung als ich zum Senior Technican und technischer Ausbilder für Tesla aufstieg.
2017
2019
Als ein neuer Chef eingestellt wurde, veränderte sich so ziemlich alles womit ich Tesla lieben gelernt hatte und es machte keinen Spaß mehr. Fehlentscheidungen wurden getroffen und Kunden wurden wie Nummern behandelt. Für mich war das kein Service für eine Premium Automarke mehr und ich fasste den Entschluss erneut ins kalte Wasser zu springen und machte mich selbstständig.
2019
2021
Hier bin ich nun 28 Jahre, Spezialist für Tesla, Standortpartner für Nextmove und Einbaupartner für AMPTech und EMDS.
2021